10. Oktober 2021

Faire Biketour 2021 – das Resümee

Die Drei-Länder-Radtour durch die Schweiz, Österreich und Süddeutschland ist zu Ende. Ich bin vom Rhein an die Donau und zurück geradelt. 2001 Kilometer zeigte mein Tacho nach der Ankunft in Offenburg an. Nicht zu vergessen die mehr als 16.000 Höhenmeter, da es überwiegend durch welliges Gelände ging. Ein Höhepunkt im wahrsten Sinn des Wortes, war der Arlberg-Pass, der mich richtig gefordert hat – besonders das eklige rund ein Kilometer lange Schotterstück, auf dem ich das schwere Rad kaum schieben konnte (:

Fünf Wochen Radelrausch

Kaum zu glauben, aber wahr: Ich hatte keine Panne, obwohl das Rad (inklusive Fahrer) gerade auf der letzten Etappe von Tuttlingen nach Freiburg auf einem steilen Waldweg so durchgeschüttelt wurden, wie auf keiner anderen Etappe. Ebenfalls kaum zu glauben: Ich bin trocken durchgekommen, hatte dafür aber an einigen Tagen mit brutalem Gegenwind zu kämpfen. Dafür genoss ich die gefühlt wenigen Tage mit Rückenwind ganz besonders. Die Sonne meinte es wirklich gut mit mir und erst gegen Ende der Tour gingen die Temperaturen dann deutlich zurück, durchaus normal für Ende September. Rückblickend ging natürlich wieder mal alles viel zu schnell …

Tolle Landschaften, tolle Menschen

Natürlich waren die spektakulären Berglandschaften der Schweiz und Österreich ein besonderer Genuss auf der Fairen Biketour 2021. Doch wie immer waren es auch die kleinen Episoden, die jede längere Radtour zu etwas Besonderem machen. Dazu zählt unter anderem die freundliche Begrüßung beim Fairhändler Claro in der Schweiz, die nette Radlerunterkunft auf der Strecke von Bern nach Luzern, die ich erst spät abends fand, die netten Begegnungen mit Freunden in Basel, Bern und Schwyz oder das leckere Abendessen mit dem Sohn einer Freundin in Passau.

Ein großes Dankeschön an alle Unterstützer

Wie immer ist eine solche Faire Biketour nur durch das engagierte Mitwirken viele Menschen möglich, bei denen allen ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchte – sei es bei den Organisatoren der Vortragsveranstaltungen, meinen Gastgebern vor Ort oder den Besuchern der Vorträge. Ein besonderer Dank geht an die Umweltbank in Nürnberg, dem Hauptpartner der diesjährigen Biketour. Aber auch bei der Gepa, Claro, dem oekom-Verlag und Sigma möchte ich mich für die Unterstützung bedanken.

Erfolgreiche Spendenaktion

Coronabedingt waren die Vorträge in diesem Jahr etwas schlechter besucht als gewöhnlich. Dennoch konnte ich 1000 Euro Spendengelder an den diesjährigen Projektpartner überwiesen, den Förderverein MANTHOC Cajamarca. In den kommenden Tagen entscheidet der Verein über die Verwendung der Spenden, die ausschließlich armen Kindern zugutekommt. Und darum geht es vor allem auf der Fairen Biketour: junge Menschen in Ländern zu unterstützen, die nicht die gleichen Chancen haben, wie Kinder bei uns. Aber ich möchte auch mehr Bewusstsein für nachhaltige Themen wecken, Menschen auf diese Reise mitnehmen, in der es um mehr Gleichheit, Gerechtigkeit, Klima- und Naturschutz geht. Und last but not least möchte ich eine Lanze brechen für einen emissionslosen Reisestiel, der nicht nur riesig Spaß macht, sondern auch einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz bedeutet. Ich hoffe, dass diese Faire Biketour nicht meine letzte war, wann die nächste stattfinden wird, steht aber noch in den Sternen. Bis dahin: gute und sichere Fahrt auf zwei Rädern.