21. Juli 2012
Dicke Pötte, schlechte Fahrmanieren und ne Riesenparty
Auf der bisher mit 105 Kilometern längsten Strecke von Kiel nach Travemünde war einiges geboten. Nach einer Stunde Sightseeing in Kiel an der Uferpromenade mit Kriegsschiffen, Seglern und U-Boot-Werft folgte eine Strecke durch wellige Landschaft durch die holsteinische Schweiz bis Plön, wo es zum Mittagessen frische Frischfrikadellen und geräucherten Fisch vom Markt gab. Mit etwas zu vollem Magen aber mit Rückenwind fuhr ich bis zum Timmendorfer Strand und ließ somit Lübeck aus. Der Strand des Seebads ist lohnenswert. Außerdem stehen dort geschmackvolle Häuser – sieht aber alles nicht wirklich billig aus.
Nun fehlten nur noch wenige Kilometer bis Travemünde, wo ich mich – voll im Schwung – verleiten ließ, eine rote Ampel zu überfahren, um rechts auf den Bürgersteig abzubiegen. Großer Fehler, vor allem, wenn die Polizei zuschaut. Die Beamten zogen mich dann auch konsequenterweise kurze Zeit später aus dem Verkehr und machten mich rund. Zu Recht! Am eigentlich fälligen einmonatigem Fahrverbot (wußte nicht, dass es das auch für Radfahrer gibt), kam ich aber vorbei. Komisch, dass ich irgendwie eine Vorahnung von alledem hatte, denn an den drei Bahnübergängen, die ich auf der heutigen Etappe passiert hatte, flutschte ich jedesmal so durch, jedesmal mit weniger Zeit vor der heruntergehenden Schranke. Da bahnte sich also etwas an. Mein Warnsystem funktioniert, ich sollte es allerdings auch beachten! Froh, dass ich mit einem blauen Auge davongekommen war, nahm ich in Warnemünde die Autofähre auf die andere Seite, wo ich in Priwall im Naturfreundehaus ein günstiges Einzelzimmer fand.
Abends stand dann die Travemünde Woche auf dem Programm, ein Festival mit Livemusik auf mehreren Bühnen, vielen Fressbuden, jeder Menge Menschen und im Hintergrund immer wieder den gewaltigen Autofähren, die ganz nah vorüberfahren. Um zu der Zeltstadt an der Mündung der Trave zu gelangen, kann man in Priwall am Strand entlang laufen und dann die Personenfähre nach Travemünde nehmen. Ich schaute mir eine gute Coverband an, die echt Stimmung machte, aß etwas und trat dann ziemlich platt den Rückweg zum Hostel an. Diesen Blogeintrag schreibe ich bereits aus Wismar, einem netten Hansestädtchen, dessen Altstadt zum Unesco-Welterbe gehört.
Ich sitze in einem Café am alten Holzhafen und nutze das dortige WLAN, das ziemlich langsam ist, aber immer noch schneller als mein WLAN-Stick, der nach gutem Start richtig lahm geworden ist. Wahrscheinlich habe ich meine Bytes verbraucht und bekomme nur noch gedrosseltes Internet, echt nervig. Daher kann es sein, dass mein nächster Blogeintrag erst am 25. kommt, wenn ich in Rostock bin, wo dann auch mal wieder ein Vortrag ansteht. Also, bitte Geduld! Ich bin jetzt im Osten (Mecklenburg-Vorpommern) und werde die nächsten drei Nächte wohl zelten, obwohl die Wolken nach anfänglichem Sonneschein wieder die Oberhand gewonnen haben und es weiterhin mit 15-16 Grad viel zu kalt ist. Die Fotos der Strecke reiche ich nach, denn das WLAN hier gibt es einfach nicht her ... bis demnächst!
18. Juli 2012
Viele Vorträge, viele Halsschmerzen, viel Regen
Nach dem schönen Tag im Hamburger Hafen (s. Fotospecial), verließ ich meine Gastgeber im Norden Hamburgs, um mich für zwei Nächte in Ottensen niederzulassen. Die Route dorthin führte mich entlang der Alster bis zum Jungfernstieg an der Binnenalster und dann in westlicher Richtung über St. Pauli nach Ottensen, einem alternativen Szene-Viertel Hamburgs. Dort fand abends im Weltladen ein weiterer Vortrag statt. Mein Hals machte und macht ein wenig Schwierigkeiten und so richtig fit fühle ich mich dieser Tage nicht.
Nach einem interessanten Frühstück mit meiner Gastgeberin (s. Foto der Variante der hiesigen Brötchenbeläge), stand am Mittag schon der nächste Vortrag auf dem Programm, diesmal bei der GFA Consulting Group im Nordosten Hamburgs. Da finden über die Mittagspause immer mal wieder Vorträge statt, sogenannte „brown bag lunches“, die von den Mitarbeitern rege besucht werden. Dafür alle Achtung. Witzig war es, einen Bekannten aus Peru, der dort damals für den DED tätig war, bei der GFA wiederzutreffen. Die Welt wird immer kleiner...
Nach einem verspäteten Mittagessen kehrte ich nach Ottensen zurück, erledigte Kleinkram und ließ mir bei einem türkischen Friseur teetrinkend (s. Foto) meinen Sommerhaarschnitt verpassen. Zumindest das, denn Sommer geht anders. Es ist weiterhin viel zu kühl und regnerisch. Aber das Thema hatten wir ja inzwischen schon des öfteren ... Abends stand noch ein Treffen mit einem der Argentinien-Autoren der Loose-Travelhandbücher an und noch immer etwas angeschlagen fiel ich nach Mitternacht todmüde ins Bett. Die Weiterfahrt nach Kiel verzögerte sich zuerst wegen schlechten Wetters und dann aufgrund einer gebrochenen Speiche. Die konnte mir dann aber der dritte Radladen, den ich aufgesucht hatte, reparieren. Um 16 Uhr nahm ich den Zug nach Neumünster, gefolgt von knappen 40 schnellen Kilometern nach Kiel, anfänglich in nervigem Nieselregen, dann aber trocken bis einen Kilometer vor Erreichen meines Ziels. Gerade rechtzeitig ...das schnelle Radeln hatte sich bezahlt gemacht, denn danach kam nur noch eins....Regen, Regen, Regen!Und das übrigens auch am Folgetag bei Temperaturen um die 14 Grad. Nur zum Mittagessen war meinen Gastgebern und mir ein kleines Sonnenloch gegönnt, um draußen zu essen. Den Rest des Tages habe ich am Computer verbracht und von Kiel bislang gar nichts gesehen. Morgen geht es Richtung Osten, wo das Wetter besser sein soll. Wir wissen ja: Die Hoffnung stirbt zuletzt ...
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/24Hamburg
15. Juli 2012
Fotospecial "Hamburger Hafen"
Im Hamburg spielt die Musik im wahrsten Sinn des Wortes am Hafen. Der gelungenen Mischung aus Alt (Speicherstadt) und Neu (Hafencity) können sich wohl nur die Wenigsten entziehen. Vor allem wenn auch noch die Kreuzfahrtschiffe Queen Elizabeth und die Queen Mary II zum ersten Mal gleichzeitig am Kai liegen. Dann schieben sich an einem regenfreien Sonntag Nachmittag eben die Menschenmassen an der Hafenfront entlang. Sehen und gesehen werden heißt natürlich auch hier die Devise. Viel Spaß beim Anschauen des Fotospecials: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/FotospecialHamburgerHafen
Windige Kurzetappe nach Hamburg
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/23WinsenAnDerLuheHamburg
13. Juli 2012
Fahrspaß und Fahrspaßminderung
Auf der Strecke von Bremervörde nach Winsen (Luhe) bot die Topographie seit Langem mal wieder einige leichtere Steigungen und Gefälle. Das bereitet mir persönlich mehr Fahrspaß als die Etappen, auf denen man heute schon sieht, wer morgen zum Frühstück kommt. Gemindert wird der Fahrspaß dann gelegentlich von meinem Navi, das mich (siehe Foto) auf Straßen schickt, die – wie in diesem Fall – mal eben durch eine Bahnlinie ohne Bahnübergang unterbrochen sind und durch quer zur Fahrbahn verlaufende Leitplanken abgegrenzt sind. Das nenne ich mal eine sportliche Herausforderung, da die Bahnlinie noch in Betrieb war, wie mir ein auf rot gestelltes Signal verriet. Da die Trasse aber nicht ICE-tauglich aussah, wagte ich die Überquerung – und irgendwie ging es dann auch.
Eine weitere Einbuße des Fahrspaßes erlebte ich nach rund 60 Kilometern, als der sich schon länger ankündigende Regenschauer mit voller Wucht (etwas Hagel war auch dabei) in einem Waldstück über mir losbrach. Da hieß es schnell in die Regenklamotten schlüpfen und sich die Plastikplane, die ich normalerweise als Zeltunterlage verwende, über den Kopf halten. Nach rund 20 Minuten war der Spuk vorbei und ich erreichte Winsen an der Luhe am frühen Nachmittag, bevor weitere Regenschauer die Region heimsuchten. Ich war nach den drei aufeinanderfolgenden Fahrtagen plus Vorträge auf Langeoog und bei Wilhelmshaven ziemlich platt, und starke Halsschmerzen kündigten eine Erkältung an. Nach einer ausgiebigen Nachtruhe bei meinen Gastgebern, einem deutsch-englischen Pärchen, das auch meinen Vortrag in Winsen organisiert, geht es wieder besser. Ich bin aber definitiv erholungsreif (kein freier Tag ohne Radfahren oder Arbeiten seit 5 Wochen!) und freue mich auf die Tage nach Hamburg, das ich morgen erreiche und wo ich mich vier Tage aufhalten werde.
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/22BremervordeWinsenAnDerLuhe
Eine weitere Einbuße des Fahrspaßes erlebte ich nach rund 60 Kilometern, als der sich schon länger ankündigende Regenschauer mit voller Wucht (etwas Hagel war auch dabei) in einem Waldstück über mir losbrach. Da hieß es schnell in die Regenklamotten schlüpfen und sich die Plastikplane, die ich normalerweise als Zeltunterlage verwende, über den Kopf halten. Nach rund 20 Minuten war der Spuk vorbei und ich erreichte Winsen an der Luhe am frühen Nachmittag, bevor weitere Regenschauer die Region heimsuchten. Ich war nach den drei aufeinanderfolgenden Fahrtagen plus Vorträge auf Langeoog und bei Wilhelmshaven ziemlich platt, und starke Halsschmerzen kündigten eine Erkältung an. Nach einer ausgiebigen Nachtruhe bei meinen Gastgebern, einem deutsch-englischen Pärchen, das auch meinen Vortrag in Winsen organisiert, geht es wieder besser. Ich bin aber definitiv erholungsreif (kein freier Tag ohne Radfahren oder Arbeiten seit 5 Wochen!) und freue mich auf die Tage nach Hamburg, das ich morgen erreiche und wo ich mich vier Tage aufhalten werde.
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/22BremervordeWinsenAnDerLuhe
12. Juli 2012
Fähre-Rad-Fähre-Rad-Fähre-Rad
Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen. Trotz heftigen Gegenwinds und einer Umleitung schaffte ich es rechtzeitig zur 9-Uhr-Fähre über den Jadebusen von Wilhelmshaven nach Eckwardshörne. Das Ganze war ein Privattransfer, da ich der einzige Fahrgast auf dem Boot war, das 350 Passagiere transportieren kann. Kurz nach Ankunft auf der anderen Seite des Jadebusens, der sich grau in grau präsentierte, begann es zu regnen. Ein guter Vorwand ein zweite Frühstück in einer Bäckerei einzunehmen. Nach dem Schauer folgte eine kurze Strecke auf fast unbefahrenen Straßen, bis bei Nordenham eine weitere Fährfahrt anstand – diesmal über die Weser. Auf der anderen Seite wartete die attraktive Hafenfront Bremerhavens mit Klimahaus, Kongresszentrum und Auswanderermuseum. Nach Fotos und Mittagsessen fuhr ich an einem Stück die rund fehlenden 45 Kilometer bis Bremervörde. Dort nahm ich mir zum ersten Mal auf der Tour ein Hotelzimmer. Tja, irgendwann ist halt immer das erste Mal ...
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/192021LangeoogWilhelmshavenBremerhavenBremervorde
10. Juli 2012
Fotospecial "Spiekeroog"
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/FotospecialSpiekeroog
Inselleben
Etwas später als gewohnt komme ich dazu diesen Blogeintrag zu posten. Aber auf dem Zeltplatz auf der Nordseeinsel Spiekeroog gibt es nun mal kein WLAN. Dafür reichlich Natur, Wind, Dünen, Sandstrand, Meer und relaxte Menschen. Das alles zunächst bei schönstem Sonneschein...Aber der Reihe nach: Der Samstag war zwar ein mit 94 Kilometern sehr langer, aber auch sehr schöner Fahrtag. Er führte mich von Oldenburg Richtung Norden bis nach Neuharlingersiel, dem Hafen nach Spiekeroog. Sonne, mäßiger Wind und angenehme Temperaturen haben sicher dazu ebenso beigetragen wie die schöne Landschaft, durchzogen von Kanälen und vielen Naturschutzgebieten. Hier ist Milchland, jede Menge schwarz-weiß gesprenkelte Rindviecher und große Milchfarmen prägen das Bild wie auch die vielen Windräder. Für alle Fans eines gepflegten Biers, habe ich einige Bilder von der Brauerei in Jever aufgenommen, die durch einige protzige Wolkenkratzer den erreichten Wohlstand der vergangenen Jahre zur Schau stellt. Wenige Kilometer weiter nördlich erreichte ich nach 1270 Km seit Beginn der „Fairen Biketour“ am 5. Juni die Nordsee, ein wahrhaft emotionaler Moment. Damit ist die Süd-Nord-Route komplett, der erste Teil der viermonatigen Radtour. Etwas nervig war die Einschiffung, vor allem der Gepäcktransport. Da auf Spiekeroog Fahrräder unerwünscht sind (der Transport kostet einfache Strecke 17 Euro!), dort aber dennoch jede Menge Räder stehen, beschloss ich das Rad auf dem Festland in einer Autogarage zu „parken“. Da diese aber rund einen Kilometer von der Fährstation lag, hieß es Gepäck schleppen. Genau als ich um 16.15 Uhr auf dem Boot saß, ging ein kurzes aber heftiges Gewitter nieder. Gutes Timing, denn auf Spiekeroog schien die Sonne. Zum Zeltplatz läuft man dann noch 2,5 Kilometer (zum Glück gibt es ein Elektrofahrzeug, das zumindest den Gepäcktransport übernimmt). Der Platz liegt wunderschön in die Dünen eingebettet und ist einer der wenigen Zeltplätze der Nordfriesischen Inseln. Bis ich das Zelt aufgebaut und geduscht hatte, war es bereits Abend geworden und ich schaffte es gerade noch rechtzeitig im kleinen Laden des Campingplatzes etwas zu Essen zu kaufen. Danach stand noch ein Strandspaziergang am naheliegenden Strand auf dem Programm, bevor ich völlig groggy um 22 Uhr todmüde auf die Luftmatratze fiel und in ca. 3-4 Sekunden eingeschlafen war. Am Sonntag ließ ich es ruhig angehen. Nach dem Frühstück schrieb ich ein wenig am Blog und wählte Fotos aus. Als die Batterie des Netbooks sich zu Ende neigte, klappte ich den Apparat zu und machte mich auf, die nur 18 Km2 große Insel zu Fuß zu erkunden. Im östlichen Teil führen schöne Wanderwege durch die Dünen, auf denen man nur wenig Menschen sieht. Im Nationalpark-Haus hatte ich eigentlich nur einen kurzen Trinkstopp eingeplant, doch ein heftiges Gewitter mit Starkregen „zwang“ mich ein leckeres Stück Kuchen zu essen und einen Capucchino zu trinken. Obwohl der Regen später zunächst nachließ, war es mit dem schönen Tag vorbei, nun musste ich mit einer geschlossenen Wolkendecke vorlieb nehmen. Da es erneut zu regnen begann, suchte ich kurzentschlossen das Inselkino auf, um mir „Ice Age 4“ zu gönnen. Ein gelungener Spaß für Jung und Alt, auch das Eichhörnchen ist mal wieder auf nicht ganz ungefährlicher Eicheljagd. Am Besten ist aber der uralte Filmprojektor aus den sechziger Jahren (s. Fotospecial Spiekeroog), der – inklusive Rollenwechsel und echtes Knattergeräusch – unvermindert seinen Dienst tut und laufen soll, bis es nur noch digitales Kino gibt. Nach dem Kino regnete es wieder kräftig, also ging ich Fisch essen... was auch sonst auf einer Nordseeinsel. Nach einem windigen und regnerischen Rückmarsch zum Zeltplatz verkroch ich mich schnell in meinem Zelt, das den Naturgewalten sehr gut trotzte.
Die Nacht verlief stürmisch und regnerisch, aber am frühen Morgen war der Regen abgeklungen und ich hoffte mein Zelt trocken zusammen packen zu können. Doch zu früh gefreut. Kurz nach dem Frühstück in einem feuchten, der Windseite abgewandten Strandkorb, begann es erneut zu regnen. Mir blieb nichts anderes übrig, als das Zelt nass zusammen zu knüllen und die 2,5 Km zum Hafen mit viel Wind und Nässe hinter mich zu bringen. Den anderen Passagieren erging es nicht viel besser, doch obwohl der Wind stark genug war, kleine Kinder beim Gehen aus dem Gleichgewicht zu bringen, meinte der Gepäckheinz am Hafen nur lakonisch: „laues Lüftchen heute“. Nach der Ankunft am Festland, brachte ein Shuttle mich und mein Gepäck zur Garage, in der ich mein Fahrrad geparkt hatte. Nun standen 10 Km bei heftigstem Gegenwind und etwas Regen nach Bensersiel an, für die ich sagenhafte 40 Min. brauchte. Mehr ließ der Wind nicht zu.
Um 16 Uhr startete die Fähre nach Langeoog, der 1. Fairtrade-Insel Deutschlands. Nach gut einer halben Stunde war das Eiland erreicht, das größer und touristischer ist als Spiekeroog. Nach einer kurzen Fahrt mit der Inselbahn empfing mich der evangelische Pastor am Bahnhof und brachte mich zum Gästehaus der Pfarrei. Duschen, Sachen zum Trocknen aufhängen und schnell was essen ... dann ging es gleich zum Vortrag, der vor der überraschend großen Zahl von etwa 60 Menschen stattfand und was Spenden und Buchverkauf anging, sehr gut lief. Nach dem Vortrag lud mich der Inselpfarrer auf ein Bier in einer Kneipe ein und erst nach Mitternacht ging dieser lange Tag zu Ende.
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/18OldenburgSpiekeroogLangeoog#
6. Juli 2012
Leichte Verschleißerscheinungen ...
Gut gefiel mir beim Rausfahren aus Bremen der Fahrradzähler an der Wilhelm-Kaisen-Brücke. Schön, dass die Stadt die Zahl der Radler erfasst, die diese Stelle pro Tag und pro Jahr passieren, und sich für deren Beitrag zum Klimaschutz bedankt. Denn wenn alle Radfahrer in Autos säßen, wären unsere Städte wohl kaum noch befahrbar. Kurz darauf quatschte mich ein älterer Mann an, der sich als begeisteter Tourenradler herausstellte und mir – nett gemeint, aber mit einer sehr feuchten Aussprache (sorry, es war so!) – Tipps für die heutige Route gab. Die verlief wenig spektakulär und ebensowenig fotogen zunächst durch eine Industriezone mit Logistiklagern, die Flugzeug-Hangaren glichen und dann abseits der Weser durch plattes Land. Es war mal wieder schwülwarm und sehr windig. Trotzdem kam ich auf der flachen Strecke gut voran. Nach Mittagessen und Eispause in Hude, fehlten nur noch 20 Kilometer bis Oldenburg, der mit 166.000 Einwohnern viertgrößten Stadt Niedersachsens (nach Hannover, Brausnschweig und Osnabrück). Nach einer kurzen Stadtrundfahrt und einem Stopp an der Cecilienbrücke, einer Hubbrücke die bis zu 3,50 Meter angehoben werden kann, (s. Fotos), fuhr ich zu den Bekannten von Bekannten von Freunden, bei denen ich für zwei Nächte einquartiert bin, und die ein wenig außerhalb wohnen. Morgen ist ein dringend benötigter Ruhetag, denn genau einen Monat nach Tourbeginn bin ich gerade etwas schlapp, habe massig Laktose in den Muskeln und auch das Hinterteil grüsst immer stärker. Ein bisschen Schwund und ein bisschen „wund“ gehören wohl dazu. Heute am Freitag steht abends mal wieder ein Vortrag auf dem Programm und am Samstag ein längerer Fahrtag mit Fähre nach Spiekeroog, wo ich zum ersten Mal zelten möchte. Die Logistik klappt hervorragend: Das Zelt und weitere Ausrüstung (schon vor der Abfahrt gepackt) habe ich per Paket aus Neuhausen erhalten. Jetzt heißt es etwa die gleiche Menge von Sachen auszusortieren und per Paket weiterzuschicken, damit ich nicht zuviel neues Gepäck dabei habe. Eine gute Übung!
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/17BremenOldenburg
5. Juli 2012
Entlang der Weser nach Bremen
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/16HoyerhagenBremen
3. Juli 2012
Unterwegs mit Auto, Zug und Fahrrad
Ein ungewöhnlicher Tag, an dem ich aus Zeitgründen drei unterschiedliche Transportmittel nutzen musste. Zunächst fuhr ich mit meinem Gastgeber im Auto (Rad auf dem Anhänger) von Rinteln zum ehemaligen Expo-Gelände (s. Fotospecial) in Hannover.
Dort hielt ich am späten Vormittag einen Vortrag vor rund 100 Auszubildenden an der Multi-Media Berufsbildende Schule. Beeindruckend war die gute technische Infrastruktur der Schule.
Von der Medienschule am ehemaligen Expogelände ging es mit dem Fahrrad zum rund 10 Km entfernten Hannoveraner Bahnhof (unterwegs Mittagspause), wo ich mit dem Zug bis Nienburg fuhr, um die restlichen rund 30 Km bis Hoyerhagen erneut mit dem Fahrrad zurückzulegen. Anders wäre der heutige Tag nicht zu bewältigen gewesen. Untergebracht bin ich bei einer ehemaligen Kommilitonin aus Pforzheimer Zeiten, die mit ihrer Familie wunderschön mitten im Grünem auf einem komplett umgebauten Bauernhof lebt. Ein tolles Wohnambiente – viel Arbeit, die sich aber gelohnt hat. Heute ist ein Arbeits- und Regenerationstag, gefolgt von einem Vortrag am Abend in der lokalen Waldorfschule.
Fotospecial „Das Expogelände in Hannover“
Wer im Jahr 2000 die erste Weltausstellung auf deutschem Boden besuchte, den überkommt 12 Jahre später angesichts des teilweise verwaisten Geländes Wehmut. Auch wenn Teile des Areals als Büro- und Ausstellungsräume und von Schulen genutzt werden, liegen viele Pavillons brach, stehen zum Verkauf oder verrotten einfach. Die damals konzipierten Nachnutzungskonzepte haben offensichtlich nicht gegriffen. Dennoch versuchen engagierte Bürger das Gelände nicht sich selbst zu überlassen und arbeiten an einer Revitalisierung. Um Euch einen Überblick zu schaffen, wie es heute auf dem ehemaligen Expo-Gelände aussieht, habe ich ein paar Fotos von mir zusammengestellt. Viel Spaß beim Anschauen!
Fotolink:https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/FotospecialDasExpogelandeInHannover
1. Juli 2012
Richtig guter Kaffee
Bei besten Bedingungen (warm, aber nicht zu warm, trocken und mit leichtem Rückenwind) stieg ich aufs Rad und durchquerte Bielefeld auf dem in Deutschland einmaligen Milleniums-Radweg (s. Extrablog) und fuhr in nordöstlicher Richtung aus der Stadt. Mein erstes Zwischenziel war die Kaffeewelt Eisbrenner, eine sympathische Kaffeerösterei in Altenhagen. Mangels Publikum fiel die dort vorgesehene Lesung zwar aus, dafür hatte ich Zeit mich mit dem Besitzer über Kaffee und Fairen Handel zu fachsimpeln, und eine gute Tasse Kaffee mit Bohnen aus Guatemala zu genießen. Erst am späten Vormittag ging es weiter nach Bad Salzuflen, einem Thermalsole-Heilbad am Teutoburger Wald. Wie schön bei der Wärme draußen zu sitzen und im Freien Mittagspause zu machen. Kurz darauf hatte ich die Weser erreicht, derem Lauf ich bis fast zu meinem Etappenziel Rinteln folgte. Dort wohnt ein ehemaliger Kollege meiner Journalistenausbildung vor rund 10 Jahren mitten im Grünen am Fuß der Weserberge und schon in Niedersachsen. Abends war dann Grillen angesagt. Mit der gestrigen Etappe habe ich die ersten 1000 Kilometer (und mehr als 10.000 Höhenmeter!) der „Fairen Biketour“ absolviert – es geht also voran.
Heute habe habe ich mich mit einem Autorenkollegen der Stefan Loose-Travelhandbücher, der in Hannover lebt, in Rinteln getroffen. Wir haben uns ein nettes Restaurant in der sympathischen Altstadt gesucht und ausgiebig gequatscht. Später bin ich zum Kloster Möllenbeck geradelt, wo ich mich im Biergarten mit meinen Gastgebern verabredet hatte. Abends grillen wir noch einmal und werden das EM-Endspiel Deutschland-Portug... äh...Italien-Spanien anschauen.
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/14BielefeldRinteln
Tipp: Der Milleniums-Radweg
Wenn Ihr mal nach Bielefeld kommt, bringt ein Fahrrad mit oder leiht Euch eins und fahrt den rund 25 Km langen Milleniums-Radweg ab. Der landschaftlich reizvolle Rundkurs führt um das Ortszentrum Bielefelds vorbei an sieben Stationen, an denen künstlersch gestaltete Stationen dazu einladen, die 2000 von den Vereinten Nationen vereinbarten Milleniumsziele kennen zu lernen. Dazu gibt es im Internet Bildungs- und Infomaterial unter www.welt-erfahren.org. Der Milleniums-Radweg ist ein Projekt des Welthaus Bielefeld, das die Veranstaltungen während meines Besuchs in der Stadt organisiert hatte.
29. Juni 2012
Gewitter statt Wecker
Nach einem späten Aufbruch folgt eine idyllische Route auf kleinen Nebenstraßen, vorbei an roten Backsteinhäusern, Weizenfeldern, Pferden und Kühen. Es war ungewöhnlich warm und zum ersten Mal konnte ich das kurze Unterhemd zum Einsatz bringen. Nervig war der heftig blasende Ostwind, der mich ebenso wie die hohen Temperaturen zu einem moderaten Tempo zwangen. Auch nach der Mittagspause in Versmold bleibe ich langsam und auch ein wenig lustlos. Ein kurzes Stück Waldweg, über den mich mein Navi leitete, entpuppte sich als Sandgrube. Da hieß es rund einen Kilometer schieben – fahren unmöglich. Nach einer Rast in Steinhagen – Heimat des Steinhägers, ein mit Wacholder aromatisierter Schnaps – folgten noch einige Höhenmeter auf einem matschigen Waldweg. Kurz darauf war Bielefeld erreicht, das Reich von Backpulverspezialist Dr. Oetker. Über den tristen Fußballabend schweige ich mich aus Respekt vor Gewinnern und Verlierern aus. Der nächste Tag begann mit einem Paukenschlag. Gegen 5.30 Uhr haute mich ein gewaltiger Donnerschlag aus den Federn. Ein kräftiges Gewitter mit Platzregen, der zahlreiche Keller überflutete, folgte. An diesem schwülwarmen Tag, der mich ein wenig an das Klima im tropischen Regenwald erinnerte, hatte ich ordentlich zu tun.
Vormittags stand ein Termin mit Realschülern der Luisenschule auf dem Programm. Sie hatten sich mit einer Frageliste gut auf meinen Besuch vorbereitet. Zum Schluß spendierte der Lehrer fair gehandelte Schokolade. Nach einem Gruppenfoto ging es weiter zu Radio Bielefeld auf ein schnelles Interview, das schon kurz nach 14 Uhr gesendet wurde. Am Nachmittag dann der Vortrag zum Thema Fairer Handel, der in einem Café in der Bielefelder Innenstadt vor etwa 15 Personen stattfand. Organisiert wurden all diese Aktivitäten vom Bielefelder Welthaus, bei dem ich mich an dieser Stelle für das Engagement bedanken möchte.
Erst um 19.30 war ich wieder bei meinem Gastgeber, ebenfalls Angestellter des Welthauses, der allerdings abends einer privaten Verpflichtung nachging. Das gab mir - obwohl todmüde - etwas Zeit den Blog zu aktualisieren. Jetzt ist aber Schluss für heute. Morgen geht es - mit einer Lesung unterwegs in einer Kaffeerösterei - weiter nach Rinteln, wo ich die nächsten zwei Nächte verbringen werde. Fotolink:https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/13MunsterBielefeld
27. Juni 2012
"Vom Winde verweht"
Nachdem ich mich ein wenig beim Frühstück verquatscht hatte, stieg ich erst weit nach 10 Uhr aufs Fahrrad. Dies sollte sich bei der gestrigen Etappe von Bottrop nach Münster aber nicht als Nachteil erweisen – denn ich hatte den Wind den ganzen Tag auf meiner Seite. Nach dem Passieren eines Kraftwerks, dass irgendwie beängstigend wirkte, genauso wie die Schließung einer von Tausenden Schlecker-Filialen, die aufgrund der 90-Prozent-Rabattaktion fast leergefegt war (s. Fotos), folgte die überwiegend flache Strecke in weiten Teilen einer schnurgeraden Bundesstraße (zum Glück mit Radstreifen). Allerdings war es zunächst so kalt, dass ich in langer Hose fahren musste.Nach einer ausgiebigen Mittagspause in einem Café in Dülmen (12 Km außerhalb leben die letzten Wildpferde Deutschlands) auf etwa halber Strecke ging es wie gehabt weiter – flach, Rückenwind, geradeaus und daher auch etwas langweilig zu fahren. Dafür konnte ich am Ende der Etappe eine Durchschnittsgeschwindigkeit von rund 22 Kilometern aufweisen – das ist der bisherige Rekord!
Je näher man an Münster kommt, desto angenehmer wird es für Radfahrer. Radstraßen, breite und gut markierte Radwege sowie rücksichtsvolle Autofahrer (na ja, zumindest meistens) prägen die Szenerie. Halb Münster oder sogar mehr sitzt auf dem Rad, es macht riesig Spaß hier zu radeln, auch wenn man ziemlich aufpassen muss, da die Radfahrer von Verkehrsregeln nicht allzuviel halten. Nach einem dicken Eis in Münsternähe und neun weiteren Kilometern erreichte ich mein Etappenziel außerhalb der Stadt. Abends fuhr ich dann mit dem Auto meiner Gastgeber zu meiner Veranstaltung beim Weltladen la tienda in der Münsteraner Innenstadt. Vor einer kleinen Gruppe Interessierter hielt ich einen Vortrag zum Thema Fairer Tourismus. Bis ich nach Diskussion, Verabschiedung, Rückfahrt, Unterhaltung mit meinen Gastgebern im Bett lag, war es bereits wieder nach Mitternacht. Daher ist heute neben den üblichen Arbeiten Erholung angesagt. Nach einem netten Mittagessen im Münsteraner Hafen am Dortmund-Ems-Kanal sitze ich noch ein paar Stunden am Schreibtisch. Am Abend steht ein Spaziergang durch die Rieselfelder an, einem Naturschutzgebiet für seltene Wasservögel, das hier gleich um die Ecke liegt ....
Fotolink: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/12BottropMunster
25. Juni 2012
Sauwetter in Bottrop
Abends stand dann ein Treffen mit weiteren Bekannten an, bei dem es richtig gutes Essen gab. Der Tag ging nach dem langen Fußballspiel England-Italien erst nach Mitternacht zu Ende. Auch heute am Montag ist das Wetter mehr als bescheiden, aber zum Glück ist ja Ruhetag! Na ja, Ruhe sieht anders aus. Seit Stunden sitze ich am Computer und erledige die vielen tausend Kleinigkeiten, die sich immer so anstauen. Und heute Abend ist mal wieder ein Vortrag angesagt, der auch schon in der Zeitung angekündigt wurde und vom Verein Bachalal organisiert wird, der Menschen in Guatemala hilft. Ich bin mal gespannt! Morgen steht – hoffentlich bei besserem Wetter – mal wieder eine längere Etappe (nach Münster) auf dem Programm. Brauchbare Fotos habe ich von den letzten Tagen leider nur sehr wenige anzubieten.
Der Link: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/11SchwelmBottrop
23. Juni 2012
Ein geplantes und ein ungeplantes Treffen
Schafe am Rhein? Ja, die gibt es und zwar nicht gerade wenige, wie Ihr auf den Bildern (s. Link ganz unten oder in der rechten Leiste, Picasa Photostream) sehen könnt. Und das bereits einige Kilometer nördlich des Kölner Stadtzentrums, fotografiert von der Mühlheimer Brücke, die mich auf die rechtsrheinische Seite brachte. Über Leverkusen und Opladen erreichte ich bei sehr angenehmen Rückenwind die Wupper, der ich einige Kilometer durch dichtbewaldete, idyllische Landschaften folgte. Nach einem fiesen Anstieg durchfuhr ich das recht trostlos wirkende Solingen, bevor ich in Wuppertal ankam. Die Schwebebahn fasziniert mich immer wieder, aber mein erstes Zwischenziel war die Fairhandelsorganisation Gepa, die in Wuppertal ihren Stammsitz hat. Der Besuch bei der Gepa war mit einer Lesung (in Radklamotten – ganz authentisch...) aus meinem kürzlich neu erschienenen Buch „Fair einkaufen-aber wie?“ vor fünf engagierten Mitarbeiterinnen und einer Diskussion im schönen Verkaufsraum der Gepa verbunden. Als Belohnung bekam ich zwei Pakete Müsliriegel (natürlich aus Fairem Handel), von denen ich mir eins nach Hamburg vorausschicken ließ, um mich nicht mit unnötigem Gepäck zu quälen.
Nach einem gemütlichen Frühstück und etwas Computerarbeit stand eine Besichtigung von Schwelm, inklusive der Altstadt mit ihren historischen Fachwerkhäusern und Haus Martfeld – eine mitteralterliche Wasserburg – an. Ein leckeres Eis rundete den Spaziergang durch den Ort ab.
Direkter Fotolink:https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/10KolnWuppertalSchwelm
21. Juni 2012
Fotospecial Köln
Da ich in Köln einen Tag länger geblieben bin, als ursprünglich geplant, hatte ich gestern nach einem Termin im Weltladen in der Antoniterstrasse Gelegenheit, ein wenig durch die Altstadt und um den Dom herumzuspazieren. Im Dom zünde ich jedes Mal eine Kerze an, spende etwas Geld und schließe auf einer Bank sitzend für mehrere Minuten die Augen. Das tut richtig gut. Probiert es mal aus!
Köln ist einfach eine klasse City und ich bedaure es, weder Zeit für das neue Rautenstrauch-Joest-Museum der Kulturen der Welt noch für das Schokoladenmuseum gehabt zu haben. Dafür habe ich einige Bilder hochgeladen. Den direkten Link findet Ihr unter: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/9FotospecialKoln
Köln ist einfach eine klasse City und ich bedaure es, weder Zeit für das neue Rautenstrauch-Joest-Museum der Kulturen der Welt noch für das Schokoladenmuseum gehabt zu haben. Dafür habe ich einige Bilder hochgeladen. Den direkten Link findet Ihr unter: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/9FotospecialKoln
20. Juni 2012
Radwandern an Deutschlands Flüssen - ein Genuss
Nach Regen und Matsch endlich ein schöner, ruhiger Fahrtag ohne nennenswerte Höhenmeter entlang drei sehr unterschiedlicher Flüsse: der dichtbewaldeten Lahn, dem majestätischen Rhein und der sehr ursprünglichen Ahr. Alle drei Flüsse sind mit fast durchgehend asphaltierten Radwegen und einer überwiegend guten Beschilderung ausgestattet. Von Bad Ems ging es über Lahnstein (Mündung der Lahn in den Rhein) bis nach Koblenz zu einem obligatorischen Stopp am deutschen Eck (Zusammenfluss Mosel/Rhein), an dem sich ein Gewitter zusammenbraute, das sich aber nach einigen wenigen Regentropfen verzog. Am Rhein entlang zu radeln, den zahlreichen Binnenschiffen nachzusehen (beim Rasten und nicht beim Fahren!) und die vielen kleinen sympathischen Orte zu durchradeln ist ein echtes Vergnügen. Nach einer Rast im historischen Andernach und einem Besuch des dortigen Weltladens, war es nicht mehr weit bis zur Abzweigung nach Bad Neuenahr, das ich auf einem sehr schönen, grünen Fahrradweg entlang der Ahr erreichte. Dort war ich in der Seniorenresidenz untergebracht, in der mein Vater wohnt. Abends stand ein Vortrag zum Thema „Fairer Handel“ vor etwa 30 Senioren auf dem Programm, die sich im großen Theatersaal des Augustinums ein wenig verliefen.
Nach einem guten Frühstück am nächsten Morgen standen zunächst einige Höhenmeter auf dem Programm. Durch kleine, schnuckelige Dörfer radelte ich nach Bad Godesberg, wo ich erneut auf „Väterchen“ Rhein traf. Vorbei an Bonn gelangte ich nach Wesseling, wo ich Mittagspause machte. Zuvor hatte in einem Naturschutzgebiet eine mindestens 1 Meter lange und recht dicke grüne Schlange (Kreuzotter?) meinen Weg gekreuzt. Sie reihte sich ein in die „Schlange“ zahlreichen Tiere, die man so während einer Fahrradtour vorüberhuschen sieht, darunter Füchse, Kaninchen und Mäuse.
Viel Spaß mit den Fotos der vergangenen Tage, die Ihr direkt unter folgendem Link anschauen könnt: https://picasaweb.google.com/Quetzalfeder/8FaireBiketourBadEmsBadNeuenahrKoln
Abonnieren
Posts (Atom)
